April 16 Weissenstein

Freitag 1. April 2016 ist wahrhaftig kein Aprilscherz. Es ist  der Tag an dem wir mit der Hundeschule einen Ausflug auf den Weissenstein machen wollen. Es versammeln sich gegen dreissig Hunde bei der Talstation Weissenstein. Alle wollen sie etwas erleben. Sie sind gespannt, nervös und neugierig. Das ist nicht der gleiche Duft wie in der Hundeschule und darum hebt der eine oder andere Hund schnuppernd die Nase in die Höhe um noch besser riechen zu können. Andere wiederum lecken sich dauernd mit der Zunge über die Schnauze um die Situation besser in den Griff zu kriegen. Sie üben alle samt Selbstkontrolle.

Dann ist warten angesagt weil ich noch die Billete lösen musste. Nun endlich geht es die Treppe hoch zur Bahn. Wie schon im letzten Jahr gehen aus Sicherheitsgründen nur immer zwei Hunde und deren Besitzer in die Bahn. So kann sicher gestellt werden, dass bei einer Angstaggression des Hundes genügend Platz vorhanden ist um die Situation wieder zu Beruhigen.

Wenigen Hunden musste ich in die Gondel "helfen" mit einem schnellen Ruck von hinten. Zieht man nähmlich nur am Halsband, bekommt der Hund Angst.

Alle sind oben heil angekommen, aber weil es ungewohnt war zieht der eine oder andere noch etwas an der Leine. Die Sicht ist schlecht es hat Nebel. Aber den Hunden scheint das so was von egal zu sein. Sie wollen nur eines: frei sein!! geht nicht mehr so lange und dann können sie das geniessen. Wir laufen noch etwas nach hinten, dort öffnet sich ein grosses Vergnügen für die dreissig Hunde. Es hat noch Schnee. Kaum sind die Leinen los kommt die gewünschte Selbstständigkeit, auf die meiner Meinung nach jeder Hund das Recht haben sollte.

Sie rennen, riechen, Schütteln und Kratzen sich, sie  Spielen, Kontrollieren und wälzen sich. Ich nenne das jeweils "Arbeiten". Jeder Hund nach seinem Bedürfnis. Nach der "Arbeit" geht es zurück zum Sennhaus. Dort lassen wir uns verwöhnen. Wir können in dem zur Gaststätte umgebautem Stall Platz nehmen um uns um die Fleischplatte zu kümmern.  Und das mit nahezu dreissig Hunden. Diese verhalten sich äusserst ruhig. Sie wissen, dass sie da nicht mitmachen müssen, wir Menschen sind an der Reihe und das muss der Hund akzeptieren können. Das haben wir in der Hundeschule schon hundertmal geübt.

Dann wieder in das Gondeli und es geht nach einem gelungenen Nachmittag friedlich ins Tal zurück.

Am Montag 4. April 2016 starten wir mit den nächsten dreissig Hunden Richtung Weissenstein. Es ist Morgens um 9.00h, das Wetter ideal. Wieder warten die Hunde darauf sich ihren Bedürfnissen widmen zu dürfen. Gehen die Karabinerthaken von der Leine, kommt es mir jedesmal vor wie eine ausgelöste farbige Lawine. Der Husky legt sich vergnügt in den Schnee, mit einem Satz springt ein anderer über diesen hinweg ohne ihn zu Berühren. Da rennen zwei Hunde ineinander, schütteln sich und rennen weiter. Das ist so interessant zum Zuschauen dass ich vor lauter Bewunderung über diese Hunde, nicht mehr an den Boden schaute und der Länge nach hinfiel. Auch nichts passiert, ich bin einfach nicht so schnell aufgestanden wie es der Hund könnte.

Dann lassen wir uns mit Flammkuchen im Hotel Weissenstein verwöhnen. Auch da hört man nichts von den am Boden liegenden Hunden.

Gut gemacht, dies im nächsten Jahr zu wiederholen macht Freude!!